Häufige Fragen

FAQ Neues Prora

 

Muss man unbedingt die EnEV 2009 einhalten bzw. wird bei der Sanierung „Neues Prora“ die EnEV 2009 eingehalten?

(im Hinblick auf die EnEV-Novelle 2014)

 

Die „EnEV-Novelle“ ist verabschiedet und tritt im Mai diesen Jahres in Kraft. Für Bestandsgebäude wird es jedoch keine höheren Anforderungen geben. Die EnEV 2014 entspricht demnach hinsichtlich der energetischen Qualität für Bestandsgebäude der bereits gültigen EnEV 2009.

Zudem ist auszuführen, dass die maßgebende EnEV für das Bauvorhaben abhängig ist von dem Datum der Bauantragstellung. Beim vorliegenden Bauvorhaben wurde dieser bereits in 2013 gestellt und die zu Grunde zu legende EnEV ist somit die von 2009.

 

Bauphysikalische Stellungnahme Ingenieurbüro Axel C. Rahn vom 02.09.2013:

„Grundsätzlich fällt das geplante Bauvorhaben in den Geltungsbereich der EnEV 2009, sofern an bestehenden und beheizten Gebäuden Änderungen, Erweiterungen oder Ausbauten entsprechend § 9 der EnEV 2009 vorgenommen werden. Änderungen im Sinne der Anlage 3, Nr. 1 bis 6 von Außenbauteilen an Gebäuden sind dann so auszuführen, dass die in der EnEV 2009 festgelegten Wärmedurchgangskoeffizienten der betroffenen Außenbauteile nach Anlage 3 eingehalten werden.“

 

Welcher Schallschutz wird erreicht?

 

Der Umbau und die Sanierung des Bestandsgebäudes erfolgt unter Einhaltung der Mindestschallschutzanforderungen gemäß DIN 4109. Darüber hinaus wird für sowohl für die Wohnungen als auch die Hotelapartments ein erhöhter Schallschutz gemäß Beiblatt 2 zur DIN 4109 angestrebt.

Vor dem Hintergrund der Bestandssituation und des zu berücksichtigenden Denkmalschutzes ist es jedoch möglich, dass verschiedene Bestandsbauteile wie z. B. Treppen und insbesondere die verbleibenden Decken zwischen den einzelnen Wohnungen oder Hotel-Apartments den erhöhten Schallschutz gemäß Beiblatt 2 zur DIN 4109 nicht erreichen. Dies ist der Bestandssituation geschuldet und stellt keinen Mangel dar.

 

Bauakustische Beratungsunterlage Ingenieurbüro Axel C. Rahn vom 10.09.2013:

„Prinzipiell kann für die Bauteile des Gebäudes, an denen keine umfangreichen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, aufgrund des geltenden Bestands- bzw. Denkmalschutzes von der aktuell gültigen Normen- und Richtlinienlage dahingehend abgewichen werden, dass lediglich die geringeren Mindestanforderungen gemäß DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ (/2.1/) eingehalten werden müssen. Dies betrifft insbesondere die Luft- und Trittschalldämmung von Trenndecken. Für neue Trennbauteile und haustechnische Anlagen wird ein Schallschutz gemäß Beiblatt 2 zu DIN 4109 (/2.3/) angestrebt, der den üblichen Komfortansprüchen genügt. „

 

Benötigt man eine Baugenehmigung für den Bereich der Eigentumswohnungen?

 

Nein – für den Bereich der Eigentumswohnungen (Treppenhaus 5 bis 9) benötigt man keine Baugenehmigung. Die Gemeinde Ostseebad Binz hat mit Schreiben vom 07.08.2013 bestätigt, dass das Bauvorhaben „Neues Prora“/ Bereich Eigentumswohnungen genehmigungsfrei gestellt ist.

 

Benötigt man eine Baugenehmigung für den Bereich Beherbergung?

 

Ja – für den Bereich der Hotel-Apartments (Treppenhaus 1 bis 4) benötigt man eine Baugenehmigung.

 

Der Landkreis Vorpommern-Rügen muss für den im Bebauungs-Plan Nr. 13 der Gemeinde Ostseebad Binz als „Beherbergung“ gekennzeichneten Bereich die Einhaltung bestehender Anforderungen und die Zulässigkeit des Bauvorhabens prüfen. Mit Baugenehmigung vom 19.08.2013 hat die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen das Bauvorhaben genehmigt.

 

Benötigt man eine Baugenehmigung für den Bereich Gewerbe?

 

Ja – für die einzelnen Gewerbebereiche benötigt man eine Baugenehmigung.

 

Auch hier muss der Landkreis Vorpommern-Rügen für den im Bebauungsplan-Plan Nr. 13 der Gemeinde Ostseebad Binz als „Beherbergung“ gekennzeichneten Bereich die Einhaltung bestehender Anforderungen und die Zulässigkeit des Bauvorhabens prüfen. Diese Genehmigung liegt uns derzeit noch nicht vor, ist jedoch beim Landkreis in Bearbeitung (Umnutzung TH-Köpfe/EG/Wohnen und Anbau WA2 ist gerade in Prüfung).

 

Benötigt man eine Baugenehmigung für den Bereich Parkpaletten?

 

Ja – für die Parkhäuser 1 und 2 benötigt man eine Baugenehmigung.

 

Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen hat mit Baugenehmigung vom 19.08.2013 das Parkhaus 1 und mit Baugenehmigung vom 29.08.2013 das Parkhaus 2 genehmigt.

 

Wie die Be- und Entwässerung sichergestellt?

 

Die Trinkwasser- und Schmutzwassererschließung ist durch einen mit dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (= ZWAR) geschlossenen Erschließungsvertrag gesichert. Im Rahmen dieses Vertrages werden sämtliche Entsorgungsleitungen sowie ein Pumpwerk finanziert, errichtet und nach Fertigstellung an den ZWAR übergeben.

 

Darf ein Vollwärmeschutz aus denkmalpflegerischer Sicht angebracht werden?

 

Ja – ein Vollwärmeschutz darf aus denkmalpflegerischer Sicht angebracht werden. Die denkmalpflegerische Zielstellung vom 16.08.2009 sah vor, die Gebäudefassade aus energetischen und bauphysikalischen Belangen sowie aufgrund der geltenden Verordnungen und gesetzlichen Bestimmungen mit einem Vollwärmeschutz zu versehen. Diese denkmalpflegerische Zielstellung hat das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege mit Schreiben vom 08.09.2009 bestätigt.