Geschichte

PRORA – WELTBEKANNTES BAUDENKMAL

Seebad der Superlative in exponierter LageObjekt_in_Zahlen
Die erste Idee entstand wohl 1935. Es sollte ein riesiges Seebad für das Volk werden. Dafür wurde der schönste Strand auf Rügen gesucht – und gefunden: die „Prorer Wiek“. Die Vorgaben für die Architekten: Unterkunft für 20.000 Menschen. Alle Zimmer zum Meer. Keine Hochhäuser. Fast zwangsläufig ergab sich daraus der vermutlich „längste Gebäuderiegel der Welt“. Die Bauarbeiten begannen 1937, wurden jedoch 1939 vorläufig beendet. Nach Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Bauarbeiten bis auf Teilausbauten weitestgehend eingestellt. Die Anlage wurde nie wie geplant in Betrieb genommen, sondern wurde für „kriegswichtige Zwecke“ genutzt, u. a. zur Ausbildung von militärischen Einheiten, als Behelfsunterkunft für Ausgebombte und Evakuierte sowie als Lazarett. Unter Einsatz von Zwangsarbeitern wurde Prora dafür provisorisch ausgebaut. Nach Kriegsende wurde die Anlage um- und ausgebaut. In der DDR-Zeit nutzten zunächst die Kasernierte Volkspolizei (KVP) und danach die Nationale Volksarmee (NVA) das Gelände. Auch mehrere tausend Bausoldaten, die Waffenverweigerer der DDR, eingesetzt beim Bau des Fährhafens Mukran und auf anderen Baustellen, mussten in Prora ihren Dienst ableisten. (Quelle: Prora Zentrum)

Nach 1989 diskutierte man verschiedene Konzepte. Schließlich wurde das Seebad Prora inklusive aller Gebäude, Außenanlagen, Straßen und Zuwegungen vollständig unter Denkmalschutz (§ 2 Abs. 2 DSchG M-V) gestellt und Großinvestoren zur Projektentwicklung angeboten.

Block 1 wurde als Ferienhotel für Familienangehörige der NVA-Soldaten genutzt. Nach der deutschen Wiedervereinigung übernahm die Bundeswehr das Gelände. Zum 01.01.2005 wurde das gesamte Gelände der Anlage von militärischer zu ziviler Nutzung umgewidmet. Am 4. Juli 2011 ging die Jugendherberge Prora im Block 5 in Betrieb. Anfang 2012 erwarb die IRISGERD-Unternehmensgruppe das 1. Haus. Das heute vorliegende Konzept ist das Ergebnis von gründlichen Analysen, Umfragen zu den Käuferwünschen, Marktbeobachtungen und Abstimmungen mit allen Beteiligten.

Preisgekrönte Architektur
Der Kölner Architekt Clemens Klotz entwarf ein von den Visionen des Architekten Le Corbusier inspiriertes  Gebäude mit klarer und zeitlos moderner Linienführung. Sein Entwurf wurde auf der Weltausstellung 1937 in Paris mit dem Grand Prix ausgezeichnet.